Donnerstag, 17. März 2011

Angst

 (Foto von : http://www.feuerwehr-weblog.de)

Ja dieses Gefühl der Ohnmächtigkeit kann ja wohl kiener beschreiben..
 Am 26 April 1986 geschah das was keiner vermutet  hat und keiner war darauf vorbereitet. Ich war damals nur 4 Jahre alt. ABER ich sehe heute noch vor mir, als ob es gestern war, die Angst in Augen meiner Eltern , die Tränen und  die Ungewissheit.  Diese  Unfassbarkeit und  Ratlosigkeit.
 Als Kind hat man gar  keine Vorstellung was es ist. Aber man spürt es das es sehr schlimm ist!
 Damals war ich noch mit meiner Familie in Kasachstan, deutlich näher ran wie  Deutschland (gefühlstechnisch nicht Distanz) Die  Landsleute in Not..
 Als 14 Jährige schon hier in Deutschland, habe ich 2 mal als Übersetzerin zur Seite gestanden.
 Es war eine Aktion der Kirche, die Kinder aus den  Kinderheimen aus der Nähe von Tschernobyl nach Deutschland zu holen. Und  eine Woche Ferien hier zu haben. Was Anderes sehen, Geschenke  bekommen, Erlebnisse sammeln.
Es sind alle Kinder mit Behinderungen  (geistig und körperlich) gewesen, alle zwischen 5 und 10 Jahren. Ohne Eltern  und Verwandschaft( Eltern, gestorben, oder Kinder abgegeben oder einfach ausgesetzt, Verwandschaft konnte auch nicht mehr für sie sorgen)
Die Meisten hatten nie eine Mama und Papa, kennen das Leben  nur aus unterversorgten Kinderheimen.
 Die Kinder erzählen das die Eltern starben an  verschiedenen Krankheiten ( Krebs). Manche hatten nur Geschwister die auch betroffen waren.
Ein Junge  ist mir besondern in Erinnerung hängen geblieben..
Er war gerade 5 geworden, sein Arm war verkrüppelt seit der Geburt ,sein linkes Bein auch.  Er hüpfte um vorwärts zu kommen und war echt geschickt.
Aber die  Energie die er hatte, hatte ich nie zuvor so erlebt. So strahlend und  sympathisch, so lieb und frech.. Der erzähle mir  so ganz  nebenbei..
„ Wenn ich Gross bin, werde ich  Flugzeugmechaniker“
  „Das möchstest du??“  fragte ich verwundert
„Ja, dann kann ich so tolle Turbinen reparieren, und werde auch ganz oft fliegen“
„ Puh , da hast du aber ganz schön was vor“ -sagte ich begeistert
  Später erzählte mir seine Erzieherin das der Junge ernsthaft krank ist ( er hatte Hirntumor) und die Prognose: dass er 2 Jahre zu leben hat. Und der Kleine spricht nicht darüber. Lässt sich aber so gut wie es geht dagegen behandeln ( es ist ein Witz was dagegen „gemacht“ worden ist /werden kann)
 Das war das 1 Mal für mich.  Meine Eltern und ich sammelten Spenden wie diese Gruppe und ich habe  für mich beschlossen, dass ich  das 2 Mal nicht  als Übersetzerin, die nächten Kinder begleiten werden. Es war einfach zu hart.
Aber ich machte es trotzdem..
 Und jetzt wieder.. Japan. Und  genau dieses Angstfegühl spüre ich wieder.. damals als 4 Jährige heute als 28 Jährige.
Mein ältester Sohn ist 5 Jahre alt und ist auch eine Energiebündel, aber er  hat Mama und Papa und will Polizist werden und er kann es auch….
 Die Ereignisse der letzten Tagen hielten uns  in Atem.  Ständig blick auf die Nachrichten
 Ich werde eine Aktion starten. Ich würde gern ein wunderschönes und einmaliges Pärchen Krabbelschuhe nähen und diese versteigern. Der ganze Erlös  PLUS  meine Beigabe wird an die Opfer aus Japan gespendet.
Ich bitte euch  Werbung dafür zu machen. Vielleicht kommen diese wunderschönen Schühchen an ein 
wunderschönes Mädchen, die sorgenlos lebt und  eine Zukunft  vor sich hat.
 Ich werde es bei Ebay einsetzten
  Die Schühchen zeige ich euch  morgen J
 Danke fürs Zuhören
 Traurige Grüsse Nathalie